Smart Devices für guten Wein

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Gute und seltene Weine sind schon seit langer Zeit bekannt als Wertanlage. Ein Grund ist, dass lange Lagerung die vollumfängliche Entwicklung der Aromen des Weines zulässt. Diese Genusssteigerung führt zu einem Wertzuwachs. Dabei muss die Lagerung unter bestimmten Bedingungen stattfinden. Insbesondere sind dabei die Temperatur, die Helligkeit und die Luftfeuchtigkeit von Relevanz. Für jeden Parameter existiert ein genau definierter Toleranzbereich, der nicht verlassen werden darf. Zudem ist bei der Temperatur von besonderer Bedeutung, dass diese möglichst konstant gehalten wird. Werden diese Forderungen an die Lagerung nicht erfüllt, reift der Wein vorschnell oder verdirbt gar. Er verliert also seinen Wert. Für Käufer und Investoren ist daher von großem Interesse, ob die optimalen Lagerbedingungen zu jedem Zeitpunkt eingehalten wurden.

Um darüber verifiziert Aussagen zu treffen, können IoT-Devices eingesetzt werden. IoT ist das Internet der Dinge und Teil der Industrie 4.0. Dort werden physische Dinge mit der virtuellen Welt verbunden. Durch den rasanten Fortschritt in der Mikroprozessortechnik werden IoT-Devices immer leistungsfähiger und zeitgleich kleiner. Ziel ist es mithilfe der Devices Arbeitsschritte autonom auszuführen, sodass ganze Arbeitsprozesse automatisiert ablaufen können. Dadurch kann Geld und Zeit eingespart werden. Dies führt zu einer raschen Verbreitung der IoT-Technologie.

In diesem spannenden und innovativen Projekt wurde ein solches IoT-Device zur Überwachung der Weinlagerung entwickelt. Es nimmt die oben genannten Parameter Temperatur, Helligkeit und Luftfeuchtigkeit periodisch auf. Die Messdaten werden über WLAN an einen Server gesendet und auf einer Website visualisiert. So können sich Investoren stets über den aktuellen Zustand in den Lagerräumen informieren. Da das Gerät flexibel und autark vom Stromnetz betrieben werden soll, ist die Stromversorgung über eine Lithiumbatterie sichergestellt. Um die Batterielaufzeit zu verlängern, wird der Mikrocontroller zudem zwischen den Messungen in einen Tiefschlaf versetzt.

Im Rahmen einer Studienarbeit wurde dazu ein ESP32 programmiert, der mit den Sensoren DHT22 und BH1750 interagiert. Hierfür wurde das System testweise auf einem Steckbrett aufgebaut und die Funktionalität überprüft. Anschließend wurde ein Prototyp für reale Anwendungen erstellt, der bereits während der Studienarbeit reges Interesse eines Unternehmens geweckt hat.


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