Wenn studieren mehr als nur lernen ist

Das allzu sehr bekannte Leben der Studierenden weckt für jeden verschiedene Assoziationen. Während manche an Partys denken, welche Nächte zu Tagen machen und die anscheinend endlose Freiheit, die einem zur Verfügung steht, denken andere an die Verpflichtung, auf die man sich mit der Immatrikulation einlässt: Vorlesungen, Labore, Abgaben, Vorträge, Prüfungen und die damit kommende Zeit, die für das Lernen aufgebracht werden muss. Doch studieren ist so viel mehr als das. 

In einer Welt, die keine Kontaktbeschränkung und kein “social distancing” kennt, lernt man mit seinen Kommilitonen, die eigentlich schon enge Freunde geworden sind, in einer Lerngruppe. Die Diskussionen beginnen mit Lösungen zu einer Übungsaufgabe oder einem Versuchsaufbau für ein Labor und enden meistens mit “Wo treffen wir uns am Wochenende?” oder “Wann ist unsere nächste Weinwanderung?”. Ein ausbalanciertes Leben als Student*in ist eine die mehreren Voraussetzungen für erfolgreiches Studium. 

Wie kann das Leben in der Hochschule aber mehr als nur Lernen sein? Ganz einfach: Engagement. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten sich in der Fakultät und auch in der Hochschule zu engagieren. Man kann mehr als Differentialgleichungen, Programmiercodes und Elektronische Schaltungen lernen. Durch die Annahme eines Amtes oder auch nur durch freiwillige Mitarbeit in einem Gremium lernt man Studierende der gesamten Fakultät oder sogar der gesamten Hochschule kennen. Durch eine Gremienarbeit kann man in das Fakultätsleben bzw. das Hochschulleben involviert werden. Durch die ständige Teamarbeit wird jede*r Beteiligte individuell gefordert und entwickelt sich selbst weiter. Aber dies hört sich doch eigentlich wieder anstrengend an? Ist es nicht, der Entwicklungsprozess passiert neben den Sitzungen, welche von Pizza, Bier und Gelächter und Spaß begleitet werden, von alleine.

Dazu kann ein eigenes Netzwerk aufgebaut werden. Und damit ist kein LAN oder WAN gemeint. Netzwerke definieren unser alltägliches Leben. Auch ein Netzwerk aus Studierenden oder aus Freunden erfüllt das Studierendenleben mit mehr Freude und Motivation. Beginnend in dem eigenen Bachelorjahrgang, über Fakultätsebene, zu Hochschulebene, Landesebene oder auch Bundesebene. Ein beliebig großes Netzwerk kann aus verschiedensten Teilnehmer, welche aus verschiedenen Gebieten kommen, aufgebaut werden. Mit Studienbeginn entsteht ein neues Netzwerk. Durch die entstehenden (Lern-) Gruppen wächst das Netzwerk und durch Engagement wird es größer und größer. Da ein gemeinsames Ziel verfolgt wird, unterstützt jeder den anderen und auf diese Unterstützung und dieses Wissen kann bei Bedarf jederzeit zurückgegriffen werden.


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