Was erwartet die Studierenden, wenn sie nach dem Studium nach Hause kommen?

Anna Jäkel, a-wie-art.de

Viele Studierende, die im Ausland studiert haben, müssen sich nach ihrer Heimkehr zunächst einmal wieder an die alten Lebensumstände gewöhnen. Es ist immer schön, die eigene Familie wiederzusehen, vielleicht auch verwöhnt zu werden, aber wie passt das neue Leben im Ausland dazu?

Studierende entwickeln sich weit weg von der Familie enorm weiter, persönlich und charakterlich. Sie sind auf einmal auf sich selbst gestellt, müssen viele Dinge allein für sich organisieren und ihren Alltag allein gestalten. Es eröffnen sich viele neue Möglichkeiten. Sie erweitern ihren Horizont, lernen täglich dazu, nicht nur an der Hochschule oder Uni, sondern auch im Privatleben. Sie lernen neue Menschen, Hobbys kennen und lernen, wie man kocht, wäscht, das Studium vorbereitet. Einige haben vielleicht auch konkrete Ziele, die sie sich beruflich gesteckt haben und die vielleicht von den Vorstellungen, die die Eltern haben, abweichen.

Dann kommen noch kulturelle Aspekte dazu. Studierende aus dem Ausland, die in Deutschland studieren, sind vielleicht erst einmal von all den Regeln, der vermeintlichen Disziplin und der Pünktlichkeit überfordert, lernen diese Aspekte aber zu schätzen.

Zurück in der Heimat

Zurück in der Heimat sind viele Studierende zwiegespalten: glücklich, zu Hause bei den Liebsten zu sein, aber auch ein Gefühl der Fremde macht sich manchmal breit. Viele Freunde sind vielleicht ebenfalls ins Ausland gegangen und nicht mehr da. Andere haben sich nach eigenem Empfinden nicht weiterentwickelt und man hat nicht mehr so den „Draht“ zueinander wie vorher.

Diese Gefühle legen sich mit der Zeit. Es sind zwei Welten, die aufeinandertreffen. Für beide sollte man Verständnis mitbringen, Geduld haben und sie auf sich wirken lassen. Das Leben ist stetige Weiterentwicklung, besonders, wenn man im Ausland studiert.

Weitere Infos einer Studierenden gibt es hier.


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