Warum Automation Technology? Warum Hochschule Mannheim?

Eine Studierende erklärt ihren Studiengang: Hannah, Automation Technology

Als gegen Ende meiner Schulzeit die Frage aufkam, was ich nach der Schule einmal machen möchte, war meine Antwort eigentlich „International Business“. Doch dann durfte ich durch meine Schule an einem Workshop teilnehmen, der als Hilfe zur Berufsfindung dienen sollte. Durch diesen Workshop konnte ich feststellen, dass Technik die Studienrichtung ist, die ich wählen möchte. „Etwas mit Programmieren, Mathematik, Physik, …“ Also habe ich angefangen mich über verschiedene technische Studiengänge zu informieren. Wichtig war für mich etwas zu finden, wobei es einen Praxisbezug gibt und ich mein Interesse für Englisch weiterverfolgen kann. Bei dieser Suche bin ich dann auf die Hochschule Mannheim und den Studiengang „Electrical Engineering - Automation Technology“ als internationales Programm gestoßen. Mit diesem Studiengang waren beide Wünsche erfüllt. Da sowohl ein Praxisbezug, durch Labore und ein Praxissemester, wie auch Englisch als Vorlesungssprache im Grundstudium des internationalen Programms angeboten werden. Zusätzlich gibt es den Studiengang auch als Deutschen Studiengang mit Unterrichtssprache Deutsch.

Natürlich gab es auch Sorgen, bevor das Studium angefangen hat: Komme ich mit den technischen Modulen klar? Macht der Aspekt, dass am Anfang alles auf Englisch sein wird das Studium noch schwieriger?

Jetzt, wo ich ins vierte Semester komme, ist zu sagen, dass das Grundstudium dadurch, dass die Vorlesungen und Skripte auf Englisch waren, für mich nicht schwieriger wurde. Vielmehr wurde alles noch interessanter.

Und die technischen Module? Mit Elektrotechnik hatte ich vorher nicht viel zu tun. Allerdings war es überhaupt nicht schlimm, noch nicht über alles Bescheid zu wissen. Trotzdem musste ich feststellen, dass es viel Disziplin, Zeit und Motivation braucht, um den Stoff zu erlernen, Übungen zu machen und Laborberichte zu schreiben. Was mir allerdings geholfen hat, ist zu wissen, dass man mit seinen Sorgen nicht allein ist. Am Anfang meines ersten Semesters wurde uns immer wieder gesagt: „Wenn ihr Probleme habt, dann kommt direkt zu uns und wir finden eine Lösung.“

Außerdem gibt es zu einigen Fächern Tutorien, das bedeutet Studierende höherer Semester, die den Stoff anhand von Übungen oder Erklärungen nochmal nachholen oder vertiefen. Des Weiteren bieten auch die Professoren Ihre Hilfe an. Diese Hilfen auch in Anspruch zu nehmen, liegt bei einem selbst, aber zu wissen, dass es solche Angebote gibt, ist auch schon eine Hilfe.

Electrical Engineering with a focus on Automation Technology

Der Studiengang Automation Technology hat sieben Semester. Das fünfte Semester ist das Praxissemester. In den ersten beiden Semestern sind die Vorlesungen und Materialien im internationalen Programm auf Englisch. Aus diesem Grund belegen Deutsche Muttersprachler dann auch zwei Englischkurse unterschiedlicher Level. Zeitgleich belegen die internationalen Studierenden intensive Sprachkurse in Deutsch.

Außerdem hört man Vorlesungen in denen es um Grundlagen der Elektrotechnik, eine Einführung in die Elektronik, Mathematik, Physik und auch Informatik bzw. Programmieren in C/C++ geht. Programmieren hat mir persönlich immer besonders viel Spaß gemacht. Man konnte direkt sehen, was sich aus dem Geschriebenen ergibt. Welche Zeile Code ist für welchen Output zuständig und wie kann ich meinen Code noch optimieren? Und auch das Tüfteln, Fehler finden und Probleme beheben, war natürlich durchaus anstrengend, aber auch sehr interessant. Zudem, wenn das Programm dann endlich funktioniert und man verstanden hat, wo der Fehler war, macht es umso mehr Spaß.

Die Labore starten ab dem zweiten Semester. Aber was genau wird denn in so einem Labor gemacht? Allgemein kann man sagen, dass dort Versuche durchgeführt werden, die den Stoff der Vorlesung vertiefen und nochmal verständlicher machen. Man kann das Gelernte direkt anwenden. Als Beispiele: Es werden Schaltungen aufgebaut und die Funktion verschiedener Schaltelemente durch Messen von Strom und Spannung verdeutlicht oder Kennlinien von Elektrischen Maschinen gemessen und dokumentiert.

Durch die Covid-19-Pandemie waren das zweite und dritte Semester für mich Online. Trotzdem konnten viele der Labore durchgeführt werden. Im zweiten Semester gab es Labore im Modul „Halbleitergrundschaltungen und Kleinverstärker“. Diese wurden über Online Meetings und ein Simulationsprogramm durchgeführt.

Im dritten Semester hörte ich Digitaltechnik, Prozessmesstechnik, Mikroelektronik, Gleich- und Drehstrommaschinen und Module der Systemtheorie. Besonders gefallen hat mir Digitaltechnik. Dort ging es zum Beispiel um diskrete Logikschaltungen. Zu überlegen, welche Bausteine wie zusammengesetzt werden müssen, um am Ausgang eine 1 oder eine 0 zu bekommen, fand ich sehr interessant. Jeder Baustein hatte eine andere Funktion und auch Schaltalgebra war zwar erst etwas schwierig zu verstehen, aber durchaus interessant nachzuvollziehen und zu lernen.

Außerdem gab es auch sehr interessante Labore, welche jeweils sehr zum Verständnis des Vorlesungsinhaltes beigetragen haben. Labore gab es im Modul Mikroelektronik, Gleich- und Drehstrommaschinen, Digitaltechnik und Prozessmesstechnik. Diese konnten teilweise auch in Präsenz durchgeführt werden. Leider mussten einige Labore aufgrund der Pandemie auch ausfallen oder anderweitig ersetzt werden. Diese wurden durch Besprechungen von Laborberichten, durch das Vorführen eines Versuches im Online-Meeting oder auch durch Videos ausgeglichen. Auch diese Arten der Labordurchführung waren sehr hilfreich, um den Vorlesungsstoff nachzuvollziehen und zu vertiefen.

Nun bin ich sehr gespannt, was mich in den kommenden Semestern noch erwartet und wohin mich mein Weg noch führt. Denn mit diesem Studiengang, dass durfte ich nun bei der Suche einer Praktikumsstelle für das Praxissemester schon feststellen, kann man nach dem Abschluss in viele verschiedene Berufsrichtungen gehen.


« zurück