Einen Blick über den Tellerrand wagen...

Aufgrund der rasant vor­an­schrei­ten­den tech­nischen Entwicklung steigen die Anforderungen der Fir­men an ihre Mitarbeiter permanent. Dies gilt in ganz besonderem Maß für In­gen­ieurinnen und Ingenieure. Die Studiengänge der Fakultät für Elektro­tech­nik werden regelmäßig an diese Veränderung angepasst und bieten interessante Vorlesungen, die gut auf­­ein­ander abgestimmt sind und Studierende exzellent auf ihren Berufseinstieg vorbereiten.

Da heute praktisch alle größeren Firmen inter­national aufgestellt sind und viele Projekte länder­­über­greifend umgesetzt werden müssen, wird von den Mitarbeitern erwartet, dass sie sich in diesem Um­feld zurecht­fin­den und effektiv einbringen können. Neben dem Fachwissen sind deshalb gute Sprachkenntnisse, vor allem in Englisch, wichtige Skills eines Bewerbers. Es lohnt sich in je­dem Fall sein Schulenglisch durch einen Sprach­kurs, idealerweise mit einer technischen Ausrichtung zu komplettieren.

Noch wertvoller ist ein Auslandsaufenthalt. Neben Sprachkenntnissen, die man hier besonders leicht und effizient erwirbt, lernt man sich in kurzer Zeit in einem neuen Umfeld in fremder Kultur zurecht zu finden, Rücksicht auf fremde Verhaltensweisen zu nehmen und die eigenen Vorgehensweisen kritisch zu hinterfragen und so anzupassen, dass die angestrebten Ziele auch erreicht werden.

Theorie- oder Praxissemester?

Für den Auslandsaufenthalt bieten sich vor allem die bei­den Formen, Theoriesemester und Praxis­semester an. Um in einem europäischen Partnerland ein Theorie-Semester zu absolvieren, ist es besonders vor­teil­haft, eine der be­ste­henden Erasmus-Kooperationen zu nutzen. Die Fakul­tät für Elektrotechnik unter­hält Kooperationen in die Nieder­lande, nach Ungarn und in die Türkei. Eine Ko­operation nach Spanien (Sevilla) wird in diesem Jahr fol­gen. Aber auch außer­euro­päische Ziele sind möglich. So ist beispielsweise ein Aufenthalt in Auburn (USA) möglich.

Neben den Kooperationen der eigenen Fakultät, kann oft auch die Kooperation einer anderen Fakultät genutzt werden, sofern dort noch nicht alle Plätze belegt sind. Um eine Stelle für ein Praxissemester im Ausland zu finden, bieten das Internet äußerst um­fang­reiche Möglichkeiten. Neben den Internetseiten der Fir­men, eignen sich aber auch die aktuellen Internet-Adress­hin­weise in der Studierendenpresse. Darüber unterhält die Fakultät für Elektro­technik seit vielen Jahren eine rege genutzte Kooperation nach Singapur in deren Rah­men sie jedes Jahr zwei Plätze für ein Praxissemester in Singapur anbieten kann.

Das Praxissemester im Ausland bietet den Vorteil, dass es absolut neutral bezüglich der Studienzeit ist, da es ein eins-zu-eins-Ersatz des Praxissemesters im In­­land ist. Das Theoriesemester im Ausland punktet dagegen mit dem größeren Potenzial über den Tellerrand zu gucken. So können hier Vorlesungen frei nach dem ei­gen­en Interesse ausgewählt werden, auch Veranstaltungen, für die es kein Äquivalent im Studienplan der Hochschule Mannheim gibt. Damit entsteht natürlich die Gefahr, dass durch den Auslandseinsatz sich das Studium um ein Semester verlängert. Die wertvollen zusätzlichen Erfahrungen, die dabei ge­won­nen wer­den wiegen aber weit mehr, als dieses Risiko.

Habe ich ausreichend Geld für ein solches Vorhaben?

Bei einem Praxissemester gibt es in der Regel eine Bezahlung, mit der die Kosten für Unterbringung und einen großen Teil der Verpflegungskosten abgedeckt sind. Neben den Flugkosten werden kaum noch finanzielle Mitteln benötigt um über die Runden zu kommen. Allerdings bieten sich in einem fremden Land in besonderer Weise Unternehmungen an, um Land und Leute besser kennen zu lernen. Und hierfür ist ein gewisses Budget von großem Vorteil. Auf jeden Fall lohnt es sich, im Vorfeld zu prüfen, ob nicht eine finanzielle Unterstützung in Form eines Stipendiums beantragt werden kann. Dies gilt auch und besonders bei einem geplanten Theoriesemester. Je nach Zielland und nach Art des Aufenthaltes gibt es zahlreiche „Töpfe“, die helfen können einen Auslandseinsatz zu finanzieren.

Ausblick:

Hinter uns liegen nun drei Semester, in denen es praktisch keinen Studierendenaustausch gab und die Beschränkungen durch Covid19 erlauben momentan auch noch keinen Austausch. Da die Planung eines Auslandaufenthaltes aber ein bis eineinhalb Jahre in Anspruch nehmen, ist jetzt der Richtige Zeitpunkt, wieder mit der Planung eines solchen Aufenthaltes zu beginnen.


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